Die Gemeinden auf FöhrNachfolgend eine kurze Vorstellung der amtsangehörigen Gemeinden auf der Insel Föhr. Es sind die Gemeinden Alkersum, Borgsum, Dunsum, Midlum, Nieblum, Oevenum, Oldsum, Süderende, Utersum, Witsum, Wrixum und die Stadt Wyk auf Föhr: Alkersum
Der Ort liegt in der für Föhr charakteristischen Geest-Marsch-Randlage, im Ort kreuzen sich die Landesstraße 214 und die Kreisstraße 125. Sowohl die Landwirtschaft als auch der Fremdenverkehr sind im äußeren Erscheinungsbild nicht so stark auffallend, abgesehen von dem Reiterhof im Südosten, der eine touristische Attraktion darstellt. Weiter weist der Ort an seinem südöstlichen bzw. östlichen Rand Gewerbenutzung auf. Alte Bausubstanz macht sich im Verhältnis zu einigen anderen Orten nicht mehr so stark im Erscheinungsbild bemerkbar. Alkersum ist seit 1995 anerkannter Erholungsort und verzeichnete im Jahre 2006 insgesamt 3.721 Gäste und 38.423 Übernachtungen. Der Ortsname Alkersum (friesisch Alkersem) leitet sich von Aldger
(altfriesischer Name) und hem = "die Siedlung des Aldger" her. Borgsum
Die 3.479 Feriengäste bzw. 36.976 Übernachtungen zeugten im Jahre 2006 von der Beliebtheit Borgsums als Erholungsort, zu dem die Gemeinde 1995 die Anerkennung erhielt. Als "sprachenfreundliche Gemeinde" im Sprachenland Nordfriesland wurde Borgsum im Jahre 2001 ausgezeichnet. Im Ort gibt es mehrere handwerkliche Betriebe, eine Bäckerei, Fahrradhandel und Hofläden. Verschiedene Gastwirtschaften und Cafés stehen für das leibliche Wohl zur Verfügung. Der Naturstrand schließt sich südlich der Ortschaft an. Borgsum liegt zentral im Fahrradwegenetz der Insel Föhr. Borgsum wurde 1462 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name Borgsum steht für ein "Heim bei der Burg". Friesisch: Borigsem; borig = Burg = Siedlung an der Burg. Die Gemeinde Borgsum verfügt unter www.borgsum-auf-foehr.de
Dunsum
Von hier aus starten die großen Wattwanderungen zur Nachbarinsel Amrum. Die Wattwanderung dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden und ist ca. 8 km lang. Im Jahr 2006 hatte Dunsum 1.280 Gäste und 13.229 Übernachtungen. Der Ortsname Dunsum leitet sich aus dem friesischen Rufnamen Dunsem ab und bedeutet altfriesisch Donni und hem = Donnis Siedlung. Die Gemeinde Dunsum verfügt unter www.dunsum.de
Midlum
Midlum hat 493 Einwohner und eine Fläche von 803 ha und ist Sitz der Grundschule Föhr-Ost und des Kindergartens "Arche Noah". Durch ein im Jahre 2001 erschlossenen Neubaugebiet sind diese Einrichtungen nunmehr mit dem Ortskern verbunden. Die Gemeinde trat 1971 der neu gegründeten Fremdenverkehrsgemeinschaft Föhr bei und erhielt 1995 die Anerkennung als Erholungsort. Im Jahre 2006 hielten sich 2.313 Gäste in Midlum auf und 24.397 Übernachtungen wurden gezählt. Als touristische Attraktion ist die Ackerumer Vogelkoje, der erstmals 1766 eine Konzession erteilt wurde und die dem Entenfang diente, zu nennen. Die Gemeinde steht, wie der Name schon sagt, im Mittelpunkt der Insel. Gefundene Dokumente zeigen, dass der Name "Middelum" = Mittlere Stätte oder Mittlere Heimstatt auf das Jahr 1462 (gemeinsam mit Alkersum und Boldixum) zurückgeht. Die Gemeinde Midlum verfügt unter www.midlum-auf-foehr.de
Nieblum
In dem mehrfach ausgezeichneten Friesendorf bauten sich Seefahrer und Kapitäne im vorigen Jahrhundert ihre wunderschönen Friesenhäuser und pflanzten mächtige Ulmen- und Linden-Alleen. Am Ortsrand steht der alte Friesendom St. Johannis aus dem 13. Jahrhundert mit kostbarem Schnitzaltar. Auf dem Friedhof sind liebevoll restaurierte Grabsteine, in die die Lebensgeschichten alter Walfänger eingehauen wurden, zu entdecken. Nieblum hat einen der gepflegtesten 18-Loch-Golfplätze Deutschlands. Im Ortsteil Goting findet man das geologisch interessante "Goting Kliff", in der Nähe viele Grabhügel, Zeugen einer frühen Besiedlung. Das seit 1931 anerkannte Nordseebad, welches bereits 1912 eine Badekonzession erhielt, verfügt über 5,3 km Strand. An der zur Ruhe einladenden "Meere" liegt das reetgedeckte "Haus des Gastes", welches 1968 gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Johannis errichtet wurde. Im Jahre 1956 wurden 1.266 Gäste mit 23.000 Übernachtungen (Juni bis September) gezählt, 2006 waren es 17.787 Gäste mit 189.685 Übernachtungen. Der Name Nieblum (friesisch Njiblem) kommt von nia (neu) und bel (vom dänischen boli für Siedlung) bedeutet also "Neue Siedlung". Die Gemeinde Nieblum verfügt unter www.nieblum.de
Oevenum
Das für Föhr typische Ortsbild ist gut erhalten, wozu auch die stilgerechte Sanierung vieler Häuser beigetragen hat. 1882 wurde in Oevenum die erste deutsche, auch heute noch aktive Jugendfeuerwehr gegründet. Im Sommer findet hier wöchentlich der traditionelle Dorfmarkt statt. Auch im landswirtschaftlichen Museum lohnt sich ein Besuch. Oevenum ist seit 1995 Erholungsort und notierte im Jahr 2004 insgesamt 3.689 Gäste und 37.175 Übernachtungen. Der Name Oevenum (friesisch Ööwenem) hat seinen Ursprung in dem
altfriesischen Namen Ove (Uwe) mit der Endung hem und bedeutet "Oves
Siedlung". Oldsum
Viele Bauernhöfe, Friesenwälle und urige Reetdachhäuser machen Oldsum, das seit 1995 anerkannter Erholungsort ist, so liebenswert. In Klintum wurde die 1901 erbaute und 1954 stillgelegte Mühle aus den Ruinen durch Privatinitiative neu errichtet. Im Jahr 2006 hatte Oldsum 4.600 Gäste mit 50.663 Übernachtungen. Der Name entstand von dem männlichen Rufnamen Olersem und bedeutet altfriesisch Ulfheri und hem = Ulfheris Siedlung. Die Gemeinde Oldsum verfügt unter www.oldsum-auf-foehr.de
Süderende
Süderende, mit 226 Einwohnern und einer Fläche von 261 ha, ist anerkannter Erholungsort, Sitz der Grundschule Föhr-West und eines Kindergartens und verfügt über einen Schulsportplatz sowie Tennisanlagen (Freiplätze und Halle). Süderende hatte im Jahr 2006 2.644 Gäste mit 24.180 Übernachtungen. Der Ortsname heißt im Friesischen Söleraanj und bedeutet südliches Ende. Die Gemeinde Süderende verfügt unter www.suederende-foehr.de
UtersumDie Gemeinde Utersum mit 532
Einwohnern und einer Fläche von 534 ha besteht aus dem Hauptort Utersum und dem
Ortsteil Hedehusum. Utersum ist der am äußeren Westende der Insel am Stand
gelegene Ort, der urkundlich erstmals am 8. November 1360 erwähnt wird. In der Nähe
befinden sich einige der ehemals fast 700 Grabhügel aus der Frühgeschichte
Föhrs. Die Gemeinde ist eine stark touristisch geprägte Ortschaft, bedingt zum einen durch ihre Strandnähe (seit 1931 Badekonzession), zum anderen durch die Reha-Klinik südlich des Ortes. Der alte, noch gut erhaltene Ortskern mit dem "Taarepshüs" befindet sich im Norden, nach Westen hin liegt noch ein vom Ort abgesetzter, küstenparalleler Streifen mit Wohnbebauung. Dort, direkt an der See angrenzend, befinden sich auch das Haus des Gastes und das kleine Kurmittelhaus. Der Ortsteil Hedehusum, ebenfalls in Küstennähe gelegen und bis zur Eingemeindung am 01.01.1970 eigenständig, ist eher landwirtschaftlich geprägt. Im Jahr 2006 hatte Utersum 11.961 Gäste mit 163.259 Übernachtungen. Der friesische Name Ödersem (männlicher Rufname) leitet sich aus dem
altfriesischen Udheri und hem = Udheris Siedlung ab. Witsum
1995 erhielt Witsum die Anerkennung als Erholungsort und konnte im Jahre 2006 insgesamt 691 Feriengäste mit 8.122 Übernachtungen verzeichnen. Witsum wurde 1509 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Friesisch Wiisem; männlicher Rufname, altfriesisch Wibe und hem = Wibes Siedlung. Die Gemeinde Witsum verfügt unter www.witsum-auf-foehr.de
Wrixum
Die Ortschaft weist im nördlichen Ortsteil dagegen noch die an der Geest-Marsch-Grenze gewachsene Ortsstruktur und eine gut erhaltene alte Gebäudesubstanz auf. Südlich der Landesstraße 214 steht eine der fünf Föhrer Windmühlen, die auch besichtigt werden kann, Typ "Großer Erdholländer". Die Gemeinde wurde im Jahre 1995 als Erholungsort anerkannt und profitiert im Tourismusbereich ebenfalls von der Stadtnähe, so konnten im Jahre 2006 insgesamt 7.154 Gäste und 69.327 Übernachtungen gezählt werden. Seit 2005 verfügt Wrixum über ein eigenes Wappen. Der friesische Name Wraksem leitet sich von Wirik (altfriesischer Name) und hem "Wigrichs Siedlung" ab. Die Gemeinde Wrixum verfügt unter www.wrixum.de
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