Tipps für Hunde und HundehalterInnen
Wenn ihr dann als "Möchtegern-Kampfhund" dazu neigt, hier und da mal einen Menschen anzuspringen oder gar zu beißen, keiner Rauferei mit anderen Hunden aus dem Wege geht, vielleicht auch mal einen jungen Vogel oder einen Junghasen zu schnappen oder hin und wieder die faulen Schafe den Deich rauf und runter zu treiben, dann müsst ihr auf Frauchens oder Herrchens Grundstück so sicher eingesperrt werden, dass ihr keinesfalls auskneifen könnt und dürft das Grundstück ohne Leine am Hals und ohne Maulkorb nicht verlassen. Bist du als Hund noch so harmlos, klein und niedlich anzusehen, tust keiner
Fliege etwas zu leide, so kannst du doch viele Menschen in Lebensgefahr bringen.
In deinen täglichen Hinterlassenschaften, dem vielgeschmähten Hundehaufen,
können sich Krankheitserreger und insbesondere Larven des gefährlichen
Hundespulwurms befinden, mit denen Kinder und werdende Mütter und deren
Ungeborenes ein dickes Problem bekommen können. Diese Larven überleben viele
Monate auf dem Spielplatz oder am Strand im weißen Sand. Salzwasser und Frost
können ihnen nichts anhaben und sie gelangen im Sommer in die Hände und in den
Mund spielender Kinder. Sie kleben auch gerne nach einem Tritt in den
Hundehaufen an den Schuhsohlen und lassen sich dadurch auf die Teppiche in den
Wohnungen tragen. Einmal auf diesen Umwegen in den menschlichen Körper eingedrungen, können sie dort tödlich verlaufende Krankheiten erzeugen. Deshalb sollte deine Begleitung immer eine Plastiktüte zur Hand haben und damit den unvermeidlichen Haufen aufnehmen und in die nächste Mülltonne entsorgen. Nun werden alle Frauchen und Herrchen mit Recht fragen, was der arme Hund in
seinem kurzen Leben denn überhaupt noch darf. Zugegeben, es bleibt nicht viel
übrig von den Freiheiten früherer Zeiten, als deine Vorfahren noch
wild lebende
Tiere waren. Heute bist du Haustier und mit der ständig steigenden Anzahl der
Bellos und Lumpis in unserer Gesellschaft steigen auch die Probleme mit dir und
deinen Artgenossen. Hundekot begegnet dem Passanten heutzutage auf Schritt und
Tritt. Und der Tritt in den berühmten Haufen ist nicht nur mit viel Ärger verbunden,
er kann, wie du inzwischen weißt, auch sehr gefährlich für uns Menschen
werden. Und die Zahl der Personen, die von Hunden gebissen oder angesprungen und damit belästigt werden, nimmt auch ständig zu. Lies mal die Zeitungen, täglich kommt so etwas vor. Bei den Ordnungsämtern häufen sich die Beschwerden über deine Artgenossen, die gerne auch mal über einen anderen Hund herfallen und diesen häufig auch schwer verletzen. Dafür muss deine Herrschaft haften, denn alle geschilderten Verbote sind in Gesetzen verankert und jeder Verstoß gegen die vielen Verbote kann mit einer spürbaren Geldbuße geahndet werden. Wird dabei auch noch festgestellt, dass die erforderliche Aufsichtspflicht über den Hund verletzt wurde, kann sich die Haftpflichtversicherung weigern, den Schaden zu übernehmen. Und das kann teuer werden für deinen Ernährer.
Für euch gibt es in Wyk auf Föhr drei schöne Strandabschnitte (Hundestrände) und in der Strandstraße auf der östlichen ehemaligen Golfplatzfläche ein großes Hundeauslaufgelände, auf dem ihr euch frei und ungezwungen tummeln könnt. So kann trotz der eingeschränkten Hundefreiheit bei richtiger Pflege, regelmäßigem Auslauf und mit kräftigem Futter aus jedem von Euch trotzdem ein "glücklicher Hund" werden.
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